25. Mai

Hl. Beda der Ehrwürdige
Ordenspriester, Kirchenlehrer

Er wurde 673 geboren, Benediktiner im Kloster Jarrow (England) und Priester. Seine reiche Tätigkeit als Schriftsteller und Lehrer diente der Erneuerung des kirchlichen und monastischen Lebens und vermittelte die Lehre der Väter und die Erklärung der Heiligen Schrift. Wichtig ist auch seine „Kirchengeschichte der Angeln“ und sein Martyrologium. Er ist der Inspirator der karolingischen Gelehrten. Gestorben am 26. Mai 735 in Jarrow. Grab in Durham.

Commune-Texte:
A Messformulare für Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen, S. 1189 ff.,
oder für heilige Männer und heilige Frauen (Ordensleute), S. 1204 ff.
B Schriftlesungen für Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen, S. 1227 ff.,
oder für heilige Männer und heilige Frauen (Ordensleute), S. 1231 ff.

Tagesgebet

Herr, unser Gott,
du hast deine Kirche

durch die fromme Gelehrsamkeit
des heiligen Beda erleuchtet.
Sein Fleiß sei uns ein Beispiel,
seine Weisheit Licht,
sein Leben ein steter Ansporn.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Zur Lesung  Gegen die Weisheit der Welt hat Paulus so heftig gekämpft wie gegen die Gerechtigkeit, die der Mensch durch sein eigenes Tun erreichen will. Beide sind Ausdruck der Selbstbehauptung, der Gott durch das Kreuz Jesu ein Ende gemacht hat. Gott hat uns das Geheimnis seiner verborgenen Weisheit durch „den Geist“ offenbart. Von welchem Geist ist die Rede? Nicht ohne weiteres von dem des Menschen; Vers 10  meint den ewigen Gottesgeist: Gott kann nur durch Gott erkannt werden; was der Mensch von den Tiefen Gottes weiß, das kann er nur durch den göttlichen Geist wissen. Diesen Geist haben wir empfangen (1 Kor 2, 12), und was wir empfangen haben, das geben wir weiter (V. 13–16). „Wir“: das ist Paulus, und das sind alle, denen es aufgetragen ist, die Weisheit Gottes zu verkünden. Aber nur vom „geisterfüllten“, nicht vom „irdisch gesinnten“ Menschen kann die Offenbarung verstanden werden. „Der Geisterfüllte“ ist der, dessen Erkenntnisvermögen (Vernunft) so vom Geist Gottes emporgehoben wird, dass er alles, selbst die Tiefen Gottes durchdringen kann. Der Apostel beansprucht, diesen Geist zu haben, und er bestreitet den Korinthern den Geistbesitz, solange sie die Torheit des Kreuzes nicht begreifen. – Jdt 8, 14; Spr 20, 27; Röm 11, 33; 1 Kor 15, 44; Spr 28, 5; Mt 16, 23; Weish 9, 13; Jes 40, 13; Röm 11, 34.

Erste Lesung1 Kor 2, 10b–16

Wir aber haben den Geist Christi

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!
10bDer Geist ergründet alles,
auch die Tiefen Gottes.
11Wer von den Menschen kennt den Menschen,
wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist?
So erkennt auch keiner Gott –
nur der Geist Gottes.
12Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen,
sondern den Geist, der aus Gott stammt,
damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.
13Davon reden wir auch,
nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt,
sondern wie der Geist sie lehrt,
indem wir geistliche Dinge für geistliche Menschen deuten.
14Der irdisch gesinnte Mensch aber
erfasst nicht, was vom Geist Gottes kommt.
Torheit ist es für ihn
und er kann es nicht verstehen,
weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann.
15Der geisterfüllte Mensch aber urteilt über alles,
ihn selbst vermag niemand zu beurteilen.
16Denn wer begreift den Geist des Herrn?
Wer kann ihn belehren?
Wir aber haben den Geist Christi.

AntwortpsalmPs 119 (118), 9–10.11–12.13–14 (Kv: 12b)

Kv Herr, lehre mich deine Gesetze! – KvGL 312, 7, II. Ton

9Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? ∗
Wenn er dein Wort beachtet.
10Ich suche dich mit ganzem Herzen. ∗
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten! – (Kv)
11Ich barg deinen Spruch in meinem Herzen, ∗
damit ich gegen dich nicht sündige.
12Gepriesen seist du, Herr! ∗
Lehre mich deine Gesetze! – (Kv)
13Mit meinen Lippen verkünde ich ∗
alle Entscheide deines Mundes.
14Am Weg deiner Zeugnisse habe ich Freude, ∗
wie an jeglichem Reichtum. – Kv

Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Joh 6, 63b.68c

Halleluja. Halleluja.
Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.
Du hast Worte des ewigen Lebens.
Halleluja.

EvangeliumMt 7, 21–29

Siehe S. 941 f.

Fürbitten

Wir kommen mit unserer Bitte um Hilfe und Beistand zu Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes:
■ Hilf allen Mitgliedern der Kirche, miteinander am Reich Gottes zu bauen und gemeinsam den Glauben zu bezeugen.
■ Hilf den Wissenschaftlern, alle Erkenntnisse mit dir in Zusammenhang bringen zu können und über deine Größe zu staunen.
■ Hilf der Kirche und dem Staat, immer wieder in einen Dialog einzutreten, und mach, dass der Glaube immer und überall gelebt werden kann.
■ Hilf den Kranken und den sie Pflegenden, den Kindern und ihren Eltern, den Armen und ihren Unterstützern das Glück und das Heil zu finden.
■ Hilf den Sterbenden, die Welt hinter sich lassen zu können, und öffne den Verstorbenen die Tür zu deinem Reich.
Dir vertrauen wir uns mit dem Ausgesprochenen und Unausgesprochenen an. Denn du bist unser Herr und Gott in Ewigkeit. – A: Amen.

P. Anselm Schott

Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.2021)
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