9. Juni

Hl. Ephräm
Diakon, Kirchenlehrer

In Nisibis um 306 aus christlicher Familie geboren, wurde er Diakon und wirkte in seiner Heimat und in Edessa, wo er eine theologische Schule gründete. Obwohl er ein asketisches Leben führte, übte er doch auch das Predigtamt aus und setzte die schriftstellerische Arbeit fort. Berühmt sind vor allem seine zahl- und inhaltsreichen Hymnen. Gestorben am 9. Juni 373 in Edessa.

Commune-Texte:
A Messformulare für Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen, S. 1189 ff.
B Schriftlesungen für Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen, S. 1227 ff.

Tagesgebet

Erhabener Gott,
wir begehen

den Gedächtnistag des heiligen Diakons Ephräm.
Erfüllt vom Heiligen Geist,
hat er in Hymnen und Liedern
deine Größe besungen.
Gib auch uns deinen Geist,
damit wir dich loben
und dir mit ganzer Hingabe dienen,
darum bitten wir durch Jesus Christus.

Zur Lesung  Als Getaufte sollen die Christen wissen, dass Gott sie liebt, dass er auf sie geschaut und sie „auserwählt“ hat. Nun sind sie „Heilige“; sie stehen auf der Seite Gottes gegen Götzen, Dämonen und Laster (V. 5.8). Ihr seid von Gott geliebt – liebt einander; Gott hat euch vergeben – vergebt auch ihr einander (V. 12–14): Das nennt Paulus dankbar sein (V. 15). Danksagung (eucharistia) ist die liturgische Feier der Christen: Auf die Gegenwart Christi in Wort und Sakrament antwortet Gottes Geist (Röm 8, 15.26) in uns mit Psalmen, Hymnen und Liedern (V. 16). Gottesdienst kann nur in der Freude gefeiert werden. Danksagung ist aber auch das tägliche Leben des Christen: „Alles, was ihr in Worten und Werken tut“ (V. 17). Hier geht es nicht um Einzelvorschriften und Einzelleistungen, sondern darum, dass „im Namen Jesu“ unser ganzes Sein und Tun und Erleiden als Dank zu Gott dem Vater gelangt. – Zu Vers 12a: Jes 4, 3; Dtn 7, 6. – Eph 4, 1–2.32; 1 Thess 5, 15; Mt 6, 14; 18, 21–35; 2 Kor 2, 7; Röm 13, 8–10; 1 Kor 13; Phil 4, 7; Eph 2, 16; 4, 3–4; 5, 19–20.

Erste LesungKol 3, 12–17

Vor allem bekleidet euch mit der Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist!

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Kolóssä.

Schwestern und Brüder!
12Bekleidet euch,
als Erwählte Gottes, Heilige und Geliebte,
mit innigem Erbarmen,
Güte, Demut, Milde, Geduld!
13Ertragt einander
und vergebt einander,
wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat!
Wie der Herr euch vergeben hat,
so vergebt auch ihr!
14Vor allem bekleidet euch mit der Liebe,
die das Band der Vollkommenheit ist!
15Und der Friede Christi triumphiere in euren Herzen.
Dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes.
Seid dankbar!
16Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch.
In aller Weisheit belehrt und ermahnt einander!
Singt Gott Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder
in Dankbarkeit in euren Herzen!
17Alles, was ihr in Wort oder Werk tut,
geschehe im Namen Jesu, des Herrn.
Dankt Gott, dem Vater, durch ihn!

AntwortpsalmPs 37 (36), 3–4.5–6.30–31 (Kv: vgl. 30a)

Siehe S. 838 f.GL 312, 7, II. Ton

Ruf vor dem EvangeliumVers: Joh 15, 5

Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.
Halleluja.

EvangeliumLk 6, 43–45

Siehe S. 1003 f.

Fürbitten

In unserem Herzen ist Glaube; in unserem Herzen sind aber auch viele Bitten. Davon spricht unser Mund:
■ Stärke die Christinnen und Christen der syrischen Kirche und lass sie in den Hymnen Ephräms einen Zugang zum Glauben finden.
■ Erfülle Dichter und Musiker mit deinem Geist und schenke dem Glauben Menschen, die ihn in Wort und Melodie zum Ausdruck bringen.
■ Schenke den Menschen in Syrien und im Nahen Osten einen dauerhaften Frieden und die Fähigkeit, miteinander leben zu können.
■ Hilf uns allen, gut zu sein in unserem Denken und Reden und Gutes hervorzubringen – zum Heil der Menschen und zum Lob Gottes.
■ Erbarme dich der Notleidenden und Einsamen, der Sterbenden und Verstorbenen und lass sie deine Nähe erfahren.
Wir vertrauen darauf, dass du unsere Bitten hörst, in unserem Herzen liest und unsere Sehnsüchte stillst. Denn du bist unser Herr und Gott in Ewigkeit. – A: Amen.

P. Anselm Schott

Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.2021)
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