11. Februar

Unsere Liebe Frau in Lourdes

Vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1858 erschien die selige Jungfrau dem Mädchen Bernadette Soubirous achtzehn Mal in der Grotte von Massabielle (Lourdes), zu der seither unzählige Gläubige aus der ganzen Welt pilgern. Unter Papst Pius X. wurde 1907 der heutige Gedenktag eingeführt.

Commune-Texte:
A Messformulare für Marienmessen, S. 1147 ff.
B Schriftlesungen für Marienmessen, S. 1214 ff.

Tagesgebet

Barmherziger Gott,
in unserer Schwachheit

suchen wir bei dir Hilfe und Schutz.
Höre auf die Fürsprache
der jungfräulichen Gottesmutter Maria,
die du vor der Erbschuld bewahrt hast,
und heile uns von aller Krankheit
des Leibes und der Seele.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Zur Lesung  Nach der Rückkehr des jüdischen Volkes aus dem babylonischen Exil ging der Wiederaufbau der Stadt und des Tempels (zwischen 520 und 515 v. Chr.) nur mühsam voran. Noch schwieriger war das, was Gott eigentlich wollte: die innere Erneuerung des Volkes in der Einheit des Glaubens und in der Kraft der Hoffnung. Die Propheten dieser Zeit, Nachfahren des großen Jesaja, mahnten und trösteten. Die heutige Lesung ist ein Trostwort. Einem gespaltenen und entmutigten Volk wird gesagt, dass es Hoffnung gibt. Nicht Menschen werden die neue Zukunft schaffen; Gott allein hat die Macht, Leben, Frieden und Freude zu schenken. Und alle Völker werden daran teilhaben. Das versteht der Prophet – hierin ein Kind seiner Zeit – in dem Sinn, dass die Völker ihren Reichtum nach Jerusalem tragen werden. Aber das neue Jerusalem ist da, wo Menschen an Gott glauben und seine helfende Nähe erfahren. – Ps 86, 9–13; 122, 6–9; Jes 52, 7–10.

Erste LesungJes 66, 10–14c

Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr

Lesung
aus dem Buch Jesája.

10Freut euch mit Jerusalem
und jauchzt in ihr alle, die ihr sie liebt!
Jubelt mit ihr,
alle, die ihr um sie trauert,
11auf dass ihr trinkt und satt werdet an der Brust ihrer Tröstungen,
auf dass ihr schlürft und euch labt an der Brust ihrer Herrlichkeit!
12Denn so spricht der Herr:
Siehe, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr
und die Herrlichkeit der Nationen wie einen rauschenden Bach,
auf dass ihr trinken könnt;
auf der Hüfte werdet ihr getragen, auf Knien geschaukelt.
13Wie einen Mann, den seine Mutter tröstet,
so tröste ich euch;
in Jerusalem findet ihr Trost.
14abcIhr werdet das sehen und euer Herz wird jubeln
und eure Knochen werden sprossen wie frisches Grün.
So offenbart sich die Hand des Herrn an seinen Knechten.

AntwortpsalmJdt 13, 18bc.19.20bd (Kv: vgl. 15, 9b)

Kv Du bist der Ruhm unseres Volkes. – KvGL 625, 6, V. Ton

18bMeine Tochter, du bist von Gott, dem Allerhöchsten, ∗
mehr gesegnet als alle anderen Frauen auf der Erde.
18cGepriesen sei der Herr, unser Gott, ∗
der Himmel und Erde geschaffen hat. – (Kv)
19Die Erinnerung an dein Vertrauen /
soll in Ewigkeit nicht aus den Herzen
der Menschen entschwinden, ∗
die sich an die Macht Gottes erinnern.
20bdIn der Not unseres Volkes hast du dein Leben nicht geschont; ∗
du bist vor unserem Gott auf geradem Weg gegangen. – Kv

Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Lk 1, 45

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit! – Kv
Selig bist du, Jungfrau Maria;
du hast geglaubt,
dass sich erfüllt, was der Herr dir sagen ließ.
Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

ZUM EVANGELIUM  Das Wunder bei der Hochzeit von Kana ist das Erste der großen „Zeichen“ Jesu, die im Johannesevangelium berichtet werden. In ihnen leuchtet Gottes Herrlichkeit auf, Gottes Macht, die in der Person des Jesus von Nazaret gegenwärtig ist. Den Anstoß zu diesem ersten Zeichen gab Maria, die Mutter Jesu. Sie wird auch beim Kreuz Jesu stehen (Joh 19, 25–27), wenn seine „Stunde“ gekommen ist (2, 4; vgl. 13, 1). Die „Stunde“ Jesu ist seine Erhöhung am Kreuz und sein Hinübergehen von dieser Welt in die Herrlichkeit des Vaters. – Mt 22, 1–14; Joh 17, 1; Offb 21, 2–7.

EvangeliumJoh 2, 1–11

Die Mutter Jesu war dabei

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit
1 fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt
und die Mutter Jesu war dabei.
2Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
3Als der Wein ausging,
sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
4Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau?
Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
5Seine Mutter sagte zu den Dienern:
Was er euch sagt, das tut!
6Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge,
wie es der Reinigungssitte der Juden entsprach;
jeder fasste ungefähr hundert Liter.
7Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser!
Und sie füllten sie bis zum Rand.
8Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt
und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist!
Sie brachten es ihm.
9Dieser kostete das Wasser,
das zu Wein geworden war.
Er wusste nicht, woher der Wein kam;
die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es.
Da ließ er den Bräutigam rufen
10und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor
und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben,
den weniger guten.
Du jedoch
hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.
11So tat Jesus sein erstes Zeichen,
in Kana in Galiläa,
und offenbarte seine Herrlichkeit
und seine Jünger glaubten an ihn.

Fürbitten

Mit Maria als Ratgeberin stehen wir nicht allein im Leben, mit ihr als Fürsprecherin stehen wir nicht allein vor Gott. Ihn bitten wir:
■ Dass die Familien und Pfarreien Orte sind, in denen das Beten gelernt und gepflegt wird.
■ Dass die Lourdespilgerinnen und -pilger gute Erfahrungen machen, aus denen sie ihr Leben gestalten können.
■ Dass die Menschen füreinander aufmerksam sind und sich gegenseitig unterstützen.
■ Dass in der Gesellschaft immer wieder Umkehr, Besserung und Buße möglich sind.
■ Dass die Kranken Beistand erfahren, die Trauernden Trost und die Verstorbenen Barmherzigkeit.
Wer seinen Mangel dir hinhält, darf darauf vertrauen, dass du wunderbar hilfst durch Christus, unseren Herrn. – A: Amen.

P. Anselm Schott

Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.2021)
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